Was passiert dabei eigentlich?

Was passiert beim lipo-filling?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Das Prinzip beim lipo-filling der Brust beruht im Wesentlichen auf zwei Teilaspekten: Zuerst wird das Fettgewebe mit einer schmerzstillenden Lösung lokal unempfindlich gemacht, bevor es mit feinen Kanülen aus den Fettdepots abgesaugt werden kann. Das so für die Brustvergrösserung gewonnene Fett wird danach erst schonend gereinigt, bevor es schliesslich sorgfältig in die Brust eingespritzt werden kann.

Das Fett wird dabei nicht als einzelne, grosse Masse in die Brust gefüllt, wie man ein Implantat einsetzen würde, sondern mittels einer Vielzahl von einzelnen, kleinen Fettpaketen um, sowie hinter die Brust injiziert. Analog der Technik nach Dr. S. Coleman sorgt dieses Vorgehen dafür, dass die implantierten Fettzellen optimal ernährt werden und besser überleben, bevor sie schliesslich stabil einheilen. Bei einem zu grossen, einzelnen Fettdepot ist dies nicht der Fall, das Fettgewebe stirbt in der Folge ab, kann verkalken oder es können sich kleine Ölzysten bilden.




Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Je nach Veranlagung kann es insbesondere bei grösseren Eingriffen zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit kommen. Im Normalfall werden Sie sich in Ihrer Befindlichkeit und Beweglichkeit aber kaum beeinträchtigt fühlen. Auf Sport müssen Sie jedoch – je nach Lokalisation und Ausmass der Fettabsaugung – in den ersten Wochen nach der Operation verzichten. Massagen sollten nur in Absprache und nach Anweisung ihres Arztes erfolgen.




Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Welche Nachbehandlung ist bei der Eigenfettbehandlung erforderlich?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Stellen Sie sich darauf ein, für die ersten 4 – 6 Wochen nach der Operation tagsüber sowie in der Nacht Kompressionshosen oder Mieder und einen Sport-BH zu tragen. Nur so kann eine optimale Heilung nach dem Eingriff sichergestellt werden. Sportliche Aktivitäten sollten während der ersten zwei Wochen vermieden werden, danach ist eine schonende Aufnahme der Aktivitäten nach Absprache mit dem Chirurgen möglich.




Welche Komplikationen können entstehen?

Welche Komplikationen können infolge der Eigenfettbehandlung auftreten?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Nach der Fettabsaugung kommt es für mehrere Wochen zu einer Verminderung der Berührungs-empfindlichkeit an den behandelten Stellen, dies erholt sich aber in aller Regel während der folgenden Monate. Bei inkonsequenter Bandagierung können übermässige Blutergüsse entstehen, welche in der Folge nicht mehr richtig abheilen, was zu oberflächlichen Unebenheiten führen kann. Gelegentlich entstehen nach einer Behandlung auch Asymmetrien, welche dann in einer zweiten Operation ausgeglichen werden müssen.

Die Komplikationen, welche an der Brust auftreten können, sind im Wesentlichen direkte Folgen der Fetteinspritzung, wenn das Fett bei unsorgfältiger Verfahrensweise nicht richtig einwächst, abstirbt oder es zur Bildung von kleinen Ölzysten kommt. Diese werden meist mit der Zeit vom Körper wieder aufgelöst, können im ungünstigen Fall aber verkalken und so dauerhaft in der Brust verbleiben. Dies kann die Brustuntersuchung mittels Mammographie etwas erschweren, stellt aber für versierte Radiologen kein Problem in der Brustkrebsdiagnostik dar.




Welche Risiken sind bei der Brustvergrösserung zu beachten?

Welche Risiken sind bei der Brustvergrösserung zu beachten?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Wenn Sie unter chronischen Krankheiten leiden oder allergische Reaktionen, beispielsweise auf bestimmte Medikamente oder Pflegemittel, zeigen, so müssen Sie uns dies im Vorfeld der Operation unbedingt mitteilen. Neigen Sie auffällig zu blauen Flecken oder zu anhaltenden Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte vor der Operation eine möglicherweise vorliegende Gerinnungsstörung durch eine geeignete Untersuchung ausgeschlossen werden.




Was geschieht nach der Operation?

Was geschieht nach der Brustoperation?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Unmittelbar nach dem Eingriff ist mit leichten Schmerzen und Blutergüssen zu rechnen, beide vergehen aber innerhalb von Tagen. Schwellungen an den Entnahmestellen sind eine normale Operationsfolge und bilden sich innerhalb von 4 – 6 Wochen völlig zurück.

Danach, in der Zeit zwischen fünf bis zwölf Wochen nach der Behandlung, zeigt sich, wieviel des transplantierten Fettes am gewünschten Ort verbleibt. Das Ergebnis kann also in der Regel erst nach 3 Monaten endgültig beurteilt werden. Die minimalen Hautschnitte hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit verblassen und kaum noch erkennbar sein werden.




Wie verläuft die Operation?

Wie verläuft die Operation?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Vor dem eigentlichen Eingriff markiere ich an der stehenden Patientin die Entnahmestellen für das Fett. Die für die Absaugung notwenigen kleinen Hautschnitte von ca. 0,5cm werden an unauffälliger Stelle geplant, beispielsweise in den Gesässfalten oder im Nabel.

Zu Beginn der Operation werden die markierten Stellen, ausgehend von den durch die minimalen Hautschnitten eröffneten Zugängen, mit einer kochsalzhaltigen Lösung aufgespritzt und dadurch prall und unempfindlich gemacht. Die eigentliche Absaugung beginnt nach einer kurzen Wartezeit und dauert je nach Areal und Ausmass zwischen einer halben bis zu mehreren Stunden. Noch auf dem Operationstisch werden an den Entnahmestellen eine Kompressionshose, Stützstrümpfe oder Bandagen angelegt. So verhindern wir, dass sich in den entstandenen Hohlräumen Blutergüsse bilden, gleichzeitig wird die Rückbildung von Bindegewebe und Haut unterstützt.

Das gewonnene Fettgewebe wird danach von der überschüssigen Flüssigkeit getrennt, bevor es zur Einspritzung bereitsteht. Hierzu wird die Brust mittels Lokalanästhesie erst unempfindlich gemacht, bevor das Fett via der kleinen, gut versteckten Hautschnitte und mittels feiner, stumpfer Kanülen rund um die Brust eingespritzt werden kann. Am Ende der OP wird auch die Brust mit einem stützenden Sport-BH stabilisiert.




Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Auf die Operation müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Sie sollten jedoch für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation keine Schmerzmittel, wie z. B. Aspirin, einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch auf Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend verzichten.




Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Die Brustvergrösserung mit Eigenfett kann grundsätzlich in einem leichten Dämmerschlaf und unter lokaler Betäubung durchgeführt werden, sodass Sie die Klinik am Abend nach dem Eingriff bereits verlassen können. Bei ausgedehnten Behandlungen oder auf Wunsch der Patientin kann auch eine kurze Narkose sinnvoll sein.




Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Die Brustvergrösserung mittels lipo-filling ist eine gute Alternative für alle Patientinnen, die keine Silikonimplantate möchten. Eine leichte Vergrösserung von einer Körbchengrösse kann mit dieser Methode problemlos erreicht werden.

Wenn eine substantiellere Vergrösserung gewünscht wird oder die Brust deutlich hängt, erreichen wir die Grenzen des mit einer einzigen Unterspritzung Machbaren. In diesen Fällen benötigen wir deutlich mehr Volumen, sodass die Behandlung entweder in mehreren Schritten wiederholt wird oder eine Vorbehandlung der Brust notwendig ist, um ein problemloses Einheilen des transplantierten Fettes zu gewährleisten.

Beim schrittweisen Vorgehen wird das Ziel der Behandlung über einen längeren Zeitraum in zwei oder drei Etappen erreicht. Pro Sitzung sollten jeweils nicht mehr als 300ml Fett pro Brust eingespritzt werden, um ein möglichst vollständiges Überleben der Fettzellen zu garantieren.

Zwischen den einzelnen Behandlungsetappen müssen dabei mindestens 3 Monate liegen. Wenn ein Endresultat mit erhöhtem Volumen schneller erreicht werden soll, dann muss die Brust entsprechend auf den Eingriff vorbereitet werden. Hier kommt dann das sogenannte EVE®-Verfahren, External Vacuum Expander (ehemals BRAVA®), zum Einsatz. Dabei wird die Brust mittels einer externen Vakuumpumpe über die Dauer eines Monates langsam auf das gewünschte Volumen aufgedehnt, so dass die Brust zum Zeitpunkt der Operation besser durchblutet und angeschwollen ist. Dadurch erhalten wir mehr Raum für die Transplantation der Fettzellen und es kann ein grösseres Volumen eingespritzt werden, als dies ohne Vorbehandlung möglich wäre.

Das erwähnte EVE® System besteht aus einem Spezial-BH mit zwei Saugglocken, welche ein Vakuum erzeugen, durch das die Brüste aufdehnt werden. Eine tägliche Tragezeit von rund 12 Stunden – vorzugsweise während der Nacht – für die Dauer von vier Wochen reicht dabei in der Regel aus, um das notwendige Volumen zu erreichen.

Die für eine Brustvergrösserung benötigte Menge Fett beginnt bei 300ml, so dass man an den Entnahmestellen klar den Nebeneffekt der Behandlung sehen kann. Durch die Entfernung störender Fettansammlungen und die Modellierung der entsprechenden Partien, gewinnen die Proportionen insgesamt an Harmonie und der Körper wirkt zusätzlich schlanker.